Asante Sana Zanzibar!

Sansibar, wir kommen.

Zanzest Beach Bungalows Leopard Room
Zanzest Beach Bungalows Leopard Room

Die Vorbereitungen waren abgeschlossen und es ging endlich los! Im Vorwege haben wir sehr viel recherchiert, jedoch nichts fest geplant. Wir wussten nur, dass wir die gesamte Insel erkunden möchten und nichts verpassen wollten.

 

Sansibar gibt es auch bewegt schaut mal hier!



Lasst euch mitreißen von unserem tollen Urlaubsgefühl welches noch immer anhält. ☺ Ein langer Urlaub der in die Ferne geht muss gesundheitstechnisch abgeklärt sein, daher haben wir uns vorab auch beide Impfen lassen. Wir haben generell nichts gegen Impfungen, aber die Gelbfieberimpfung war nicht ganz ohne Nebenwirkungen. Es gibt ein paar Dinge die ihr unbedingt beachten bzw. einfach wissen solltet. Wenn ihr über ein Gelbfieberland einreist, seid ihr verpflichtet bei der Einreise eure Impfbescheinigung vorzulegen. Da wir über Kenia eingereist sind, kamen wir da nicht drum herum. Wer die Impfung umgehen möchte, sollte am besten aus einem nicht Gelbfieberland einreisen oder einen Direktflug wählen. Wir hatten beide mit Nebenwirkungen wie Schüttelfrost, Erkältung und Kopfschmerzen über eine Woche gut zu kämpfen.  Mindestens 10 Tage vor der Einreise solltet ihr euch Impfen lassen, weil der Impfstoff dann erst wirkt und ihr dann auch wieder fit seid. Ben hat sich im Tropeninstitut in Berlin impfen lassen ohne Termin, die haben auch am Samstag geöffnet. Die AOK übernimmt die Gelbfieber Impfung tatsächlich ausnahmsweise mal. Wenn ihr viel reist ist es clever zur Techniker Krankenkasse zu wechseln, da die bei Reiseimpfungen wesentlich kulanter sind. Ich habe mich in Hamburg im Impfzentrum impfen lassen und war super zufrieden. Sehr nette Mitarbeiter, eine gute Beratung und keine Wartezeit. Ich musste 10€ für die Beratung und die Rezeptgebühr bezahlen und habe neben Gelbfieber auch noch Typhus und Hepatitis A als Kombipräparat bekommen, da die mal wieder fällig waren auch auf Rezept. In eurem Impfpass gibt es einen Abschnitt den ihr bei der Einreise auf Sansibar vorzeigen müsst, wenn ihr aus einem Gelbfieberland einreist. Man kann sich den Schein wohl auch vor Ort besorgen ohne Impfung, da wir nachts gelandet sind haben wir lieber die sichere Variante gewählt.

Amsterdam Airport
Amsterdam Airport

Um 0:15 Uhr Anfang Oktober auf Sansibar begann unser tolles Abendteuer. Das war das erste mal, dass wir auf einem Langstreckenflug tagsüber geflogen sind. Früh morgens ging es los und spät abends waren wir da. Das tolle, man kommt überhaupt nicht aus dem Rhythmus und ist gleich fit für den nächsten Tag. Was einem natürlich ebenfalls in die Karten spielt ist, dass es nur 1 Stunde Zeitverschiebung zu Deutschland gibt. So war unsere Flugroute:

Berlin Tegel – Amsterdam

Amsterdam – Kenia

Kenia – Sansibar

Bei der Buchung solltet Ihr unbedingt darauf achten, den richtigen Flughafen auszuwählen. Bei einigen Online Buchungsportalen, wird der Airport auf dem Festland in Daressalam angezeigt - auch wenn Ihr Sansibar eingebt. Unsere Flüge lagen bei 500,-€ pro Person. Häufig gibt es aber auch Schnäppchen für ca. 350,- €. In den kommenden Monaten wird es von Deutschland aus auch Direktflüge geben.

Landung in Kenia
Landung in Kenia

Dann war es endlich soweit, dass wahnsinnig tolle Gefühl war da. Aus dem Flieger raus und sofort konnten wir die warme tropische Luft riechen und fühlen. Von diversen Bildern und allen vorher abgegrasten Möglichkeiten im Netz hatte man ja schon einen kleinen Eindruck bekommen, aber wie es in Wirklichkeit aussah konnte man nur erahnen. Vor uns haben zwei Touristen eine spontane Gelbfieberimpfung vor Ort bekommen, dass wäre ja absolut die Traumsituation schlechthin für mich…not.

Teppich im Taxi von Dua
Teppich im Taxi von Dua

Wir wurden am Flughafen von Dua und seiner Frau mit einem Van mit schicken Teppichboden abgeholt. Das ist ein absolutes muss als Autobesitzer auf Sansibar. Voller Neugierde sind wir durch die dunklen Straßen der 1.1 Millionen Einwohner Insel zu der Musik von ,,Diamond Platnumz’’ dem Insel Star überhaupt, zu unserer Unterkunft gefahren. Ohrwurm Garantie unbedingt anhören!!! Hier zwei der Songs die uns immer noch verfolgen:

Diamond Platnumz – Number one

Christopher Martin – Paper lovin

Man bekam auf der ca. 50. minütigen Fahrt schon einen kleinen Eindruck von dem Leben auf der Insel und der Armut im Hinterland. Es wirkte auf den ersten Blick sehr arm und das ist es auch. Die Bewohner Tansanias verdienen im Durchschnitt nur etwa $250 pro Jahr. Darüber solltet ihr euch auf eurer Reise auch immer wieder bewusst sein.

Wir hatten nur die ersten 4 Nächte vor gebucht und hatten uns aufgrund der tollen Bewertungen für die Unterkunft Zanzest Beach Bungalows am Jambiani Beach im Süd-Osten entschieden. Wir passierten eine Straßensperre aus Metalltonnen die unser Fahrer nach einem kurzen Plausch mit den dort postierten Polizisten aber umfahren durfte. Was die Möglichkeit an Geld zu kommen betrifft scheinen selbst errichtete Straßensperren ganz gut zu funktionieren wie sich später noch herausstellen sollte. Wir erreichten Zanzest über einen kleinen Schotterweg der von einer Hauptstraße abging in völliger Dunkelheit und unter einem tollen Sternenhimmel. Man hat auf der Insel, da es keine größeren Lichtquellen gibt wirklich das Gefühl unter einer Glocke zu sein. Die Sterne reichen bis zum Horizont und leuchten einfach unbeschreiblich toll. Wer hier keine Sternschnuppe entdeckt ist also selber schuld.

Zanzest Beach Bungalows bei Nacht
Zanzest Beach Bungalows bei Nacht

Wir wurden von zwei netten Männern mit dem typischen Jambo begrüßt und den hübsch beleuchteten Sandweg zu unserer Unterkunft geleitet. Wir hatten einen Beach Bungalow mit Sea view gebucht für ca. 70,-€ über Tripadvisor. Zanzest hat auch Bungalows für unter 50€ die Nacht, aber die Beach Bungalows speziell das Leopard Apartment hat eine atemberaubende Aussicht und liegt direkt am Wasser. Die Unterkunft ist für knapp $90 zu haben, vor Ort buchen ist aber etwas günstiger. Im Oktober ist es kein Problem schnell eine neue Unterkunft zu finden die direkt am Strand ist, da es außerhalb der Windsportsaison ist. Wer Kiten will, sollte dann lieber im Dezember anreisen oder im Frühjahr.

In der ersten Nacht haben wir uns noch kurz ans Wasser gesetzt um ein Gefühl für das Meer und die Umgebung zu bekommen, aber nachts sind halt alle Katzen grau und das Meer eben auch.

Badezimmer Strand Bungalow Zanzest
Badezimmer Strand Bungalow Zanzest

Der nächste Morgen. Voller Vorfreude welcher Anblick uns erwarten wird, haben wir uns vor die noch verschlossenen Fensterläden gesetzt um diese ganz langsam zu öffnen. Wir können den Ausblick der sich uns bot, nicht in Worte fassen. Farben die auf den Bildern nicht annähernd rüberkommen. Türkises Wasser in allen Schattierungen und wirklich schöner als im Katalog. Unsere Vorstellungen wurden bei weitem übertroffen, es sind wirklich absolute Traumstrände. In den ersten Tagen hat man uns gar nicht aus dem Wasser bekommen, bei 28 Grad Badewannentemperatur lies es sich dort prima aushalten. Die Zanzest Beach Bungalows am Jambinani Strand liegt am Ende des Touristengebiets und steht in einer Bucht komplett alleine. Wir waren die ersten zwei Tage die einzigen Gäste, somit ist dies ein wirklicher Lonelyplace!

Am Jambiani Beach bei Ebbe mit Trilly
Am Jambiani Beach bei Ebbe mit Trilly

Sansibar ist perfekt für schwerverliebte und für eure Hochzeitsreise. Auch wer hier alleine mal abschalten möchte kommt auf Sansibar voll und ganz auf seine Kosten. Die Besitzer von unserer ersten Unterkunft Annalisa und ihr Mann Davide waren wirklich tolle Hosts und haben mit viel Liebe zum Detail ein wahres Paradis erschaffen. Wer möchte kann sich bei Massagen mit Blick auf den Traumstrand verwöhnen lassen, oder einige der vielen Ausflugsmöglichkeiten nutzen. Wir haben uns als erstes für einen Schnorchelausflug entschieden für den wir unseren eigenen Kapitän buchen konnten. Die Kapitäne mit den Namen wie z.B Mr. Chicken findet man ohne Probleme indem man einfach mal die Locals fragt. Für ca. $15 fahren könnt ihr zu den schönsten Korallenriffen gefahren werden. Wobei schon die Bootsfahrt auf den schmalen Booten wirklich ein Erlebnis ist.

Coral Rock Hotel
Coral Rock Hotel

Der im Osten der Insel liegende Jambiani Beach ist wirklich einer der schönsten Strände. Die Gezeiten ermöglichen einem viel Abwechslung. Ca. alle 6 Stunden kommt und geht das Wasser. Während der Ebbe kann man unter den Korallen Vorsprüngen am Strandrand wunderbar Yoga machen oder einfach nur entspannt ein Buch lesen. Es gibt auch spezielle Resorts die Yoga Urlaub anbieten. Wir haben diesmal für mehr Bücher und weniger Sport entschieden. Man findet am Jambiani Beach und an den angrenzenden Stränden ohne Probleme Restaurants und kleine niedliche Bars. Das Essen war durch die Bank weg wirklich ausgezeichnet, eines besser als das andere. Der Fisch kommt direkt aus dem Meer auf dem Teller. In der Umgebung können wir euch außerdem das Coral Rock Hotel empfehlen in dem man wirklich auch gut abschalten kann. Nette Leute, gutes Essen, manchmal ein wenig Party mit den Locals. Im Coral Rock begegnet man auch immer mal wieder den Red Monkeys. Die Affen sind am Jambiani Beach häufig anzutreffen.

Ostküste Sansibar
Ostküste Sansibar

Wir haben uns nach 6 Tagen eine Vespa gemietet und haben beide nur kleinen Rucksack gepackt und dann ging es auch schon los. Unser Hauptgepäck haben wir in unserer Unterkunft gelassen, das war kostenlos und kein Problem. Auf ging es eine Woche Rundreise und alles mitnehmen was ging! Uns hat es im Südosten der Insel besonders gut gefallen. Weiter im Norden findet man viele Anlagen die von der Straße aus nicht einsehbar sind mit Privatstränden. Wir haben uns über die Strände und Hotels vorher online informiert und uns die Interessantesten dann genauer angeschaut. Tipps von Einheimischen haben sich auch meist als unbezahlbar raus gestellt. Uns hat eine Lodge besonders gut gefallen das war die Shootingstarlodge. Das Hotel fängt bei $150 die Nacht inklusive half dish an und endet bei $500. Der Besitzer Elli – ein echter Sansibari hat die Lodge in den letzten 20 Jahren selber aufgebaut. Man findet in der Anlage wirklich die Liebe zum Detail. Es gibt einen wunderschönen Infinitypool und die leckersten flamingofarbenen Cocktails die wir je getrunken habe. Von Elli wurden wir auch gleich zum Barbecue eingeladen. Dort haben die Massai eine Ziege gegrillt und super leckeren Salat serviert. Es gibt einen langen wunderschönen Strand und wirklich wunderschöne Zimmer mit Meerblick. Für uns wird uns dieser Ort am Kiwengwa Beach immer in Erinnerung bleiben weil es einfach paradiesisch war. Nach einer Nacht und einem Tag ging es für uns weiter in Richtung Norden.

Shootingstar Lodge
Shootingstar Lodge

Auf der Nordwestseite sind die Gezeiten nicht so stark, sodass man den gesamten Tag über Hochwasser hat und somit die traumhafte Unterwasserwelt jederzeit genießen kann. Nehmt unbedingt Badeschuhe mit die waren manchmal Gold wert. Das schönste Riff direkt vor dem Hotel mit wirklich unfassbar viel Unterwasserleben hatten wir im Norden Sansibars in Nungwi. Wir haben dort im Myblue Hotel Übernachtet welches wir nicht weiter empfehlen würden. Dort waren uns einfach zu viele Menschen. Und so die Lemmingwanderung zum Essen ist nicht ganz so unser Fall ☺ Wir empfehlen euch dort das Smiles Beach Hotel welches auch direkt am Strand liegt und sehr charmante kleine Häuschen hat. Eine weitere wunderschöne Anlage ist das Z Hotel. Auf unserer Fahrt haben wir immer wenn uns danach war eine Pause gemacht, oder sind einfach gleich ganz da geblieben.

Jambiani Beach bei Ebbe
Jambiani Beach bei Ebbe

Viele Leute haben uns vor dem Urlaub gesagt, dass drei Woche nur auf der Insel sehr lang sind und man nur begrenzt Unternehmungen machen kann. Wir sind generell Menschen die sich komischerweise nie langweilen und die wirklich jedes Tier welches sich dort befindet finden werden und können das absolut nicht bestätigen. Wir haben auch ein wenig gefaulenzt, aber zu einem guten Urlaub gehört für uns auch dazu die Kultur das Land und die Leute näher kennen zu lernen und auch was vom Land zu sehen. Leute die sich für eine geschlossene Anlage mit Pool und kleinem Strandabschnitt für drei Wochen entscheiden langweilen sich dann eventuell doch schon mal. Aber man kann ja auch nicht sagen man war irgendwo wenn der Ort einfach austauschbar ist, weil alles so wie immer ist und das Hotel auch auf jeder anderen Insel hätte sein können. Ebenso haben wir vorab Warnungen vor Beachoys und Strandverkäufern bekommen die einen ,,nerven’’ sollen. Auch das können wir für den Monat Oktober an den richtigen Plätzen ausschließen. Wir sind einen Tag ca. 4 Stunden Richtung Norden an der Ostküste mit einem geliehenen Fahrrad entlang gefahren ($5 pro Tag) und haben ungelogen ca. 25 Touristen gesehen, dass war so schön! Es gab das eine besagte Myblue Hotel und der Strand vor der Insel Mnemba kurz über Matemwe ebenso wie in Stone Town selber mehrere Sansibaris die Schnorcheltouren/Stadttouren verkaufen wollten oder einem ein Boot angeboten haben zu Schnorchelplätzen fahren wollten. Aber wer schon mal in Ägypten in Hurghada war wird trotzdem noch positiv überrascht sein! Was hilft sind einfach ein paar nette Sätze in Swahili. Die Leute reagieren super nett und merken das man schon Inselprofi ist somit hat man hier eventuell noch einen netten Plausch. Ein Bootbesitzer der nicht locker lassen wollte, weil es an dem Strand ein wenig wie bei Mineswieaper mit den Seeigeln war und er uns so gern fahren wollte, weil das ja schmerzhaft ist wenn man in Seeigel tritt hat den Einheimischen Tipp von uns bekommen die Seeigelstachel mit Mangosaft aus der Haut zu bekommen. Wir haben uns alle drei köstlich darüber amüsiert.

Tür Stown Town
Tür Stown Town

In einem so armen Land wie Tansania liegt die Hoffnung sehr auf der politischen Entscheidung und der Hoffnung, dass irgendwann die Gerechtigkeit über der Korruption siegen wird. Als wir da waren, liefen die Vorbereitungen für die Wahlen auf Hochtouren, daher waren noch mal weniger Touris da, als ohnehin schon. Die meisten waren aber noch im Partymodus und somit haben wir von Demos nichts mit bekommen. Die Einheimischen sind während der Zeit auf Trucks mit riesen Boxen durch die Dörfer gefahren um Wähler für ihre Partei zu gewinnen. Mittlerweile wurde die Wahl als ungültig erklärt und die Stimmung ist angespannt es wird in 90 Tagen eine Neuwahl ausgerufen. Schaut hier zu mehr aktuellen Infos zu den Parteien und der Politischen Lage auf Sansibar. Diese Seite wird momentan fast täglich aktualisiert.

Frühstück Café B &
Frühstück Café B &

Auf Sansibar – speziell in Stown Town – findet man aufgrund des Tausches von Helgoland gegen Sansibar noch viele Deutsche Einflüsse. Es gibt tatsächlich ein paar schöne Plattenbauten auf der Insel. Stown Town die einzige Stadt Sansibars ist so charmant durch ihre vielen Architektonischen Einflüsse. Man findet dort die Handschrift von Architekten aus z.B Portugal, Ägypten oder England. Kleine niedliche verschnörkelte Balkone und majestätische riesige Herrenhäuser reihen sich zwischen engen Gassen aneinander und sind wirklich hübsch anzusehen. Man kann die Menschen anhand ihres Aussehens auch absolut nicht zu Sansibar zuordnen, alle sehen wirklich total unterschiedlich aus.

Wir haben die typischen Touristen Unternehmungen teilweise mitgenommen meistens aber geschaut etwas Eigenes daraus zu machen. Wir konnten die meisten Trips wirklich alleine genießen. Eins unserer Highlights waren auf jeden Fall die Schildkröten im Norden Sansibars. Es gibt dort einen Lagune die mit den Gezeiten geht. Dort werden verletzte Schildkröten gesund gepflegt und danach wieder im Meer ausgesetzt. Man kann dort mit den Tieren Schwimmen und eine wirklich tolle Zeit haben. Man bekommt gegen eine kleine Spende von ca.$10 einen ganzen Eimer Seegras und kann soviel Zeit dort verbringen wie man mag. Die Schildkröten sind wirklich überall um einen herum und schweben majestätisch an einem vorbei.

Anitas Kater kam morgens vorbei
Anitas Kater kam morgens vorbei

Es gibt dort direkt auch sehr günstige Unterkünfte die würden wir aber nicht empfehlen. Wir sind in Nungwi bei Anita der schwedischen Pippi Langstrumpf untergekommen. Die Unterkunft heißt Anitas Bed and Brackfast und war wirklich sehr herzlich. Ihr Mann hat die Unterkunft selber gebaut und es gibt eine kleine Dachterrasse auf der man Frühstücken kann. Die Unterkunft hat für uns beide $55 die Nacht inklusive sehr üppigem leckeren Frühstück gekostet. Die Mangos auf unserem Teller hingen am Abend noch in den Bäumen und der Knick auf die Ostküste der Insel hat einen besonders hübschen Strand. In der Frühe gibt es dort einen kleinen Fischmarkt, den ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Wenn die ganzen Fischer gegen 6.30 Uhr mit ihren Booten zurück kommen, kann man den einen oder anderen Fisch bewundern. Von ihren wirklich schmalen Booten auf denen sie mit teilweise 8 Leuten die ganze Nacht unterwegs sind kommen die Sansibaris mit riesigen Thunfischen, Makrelen und vielem mehr zurück. Meist wird schon um die Boote ein Kreis gebildet und geboten was das zeug hält. Ein tolles Spektakel. In Nugwi gibt es eine große Bootsbauerei direkt am Strand die wirklich interessant war.

Auf unserem Weg haben wir immer mal wieder Bekanntschaft mit der Polizisten gemacht. Was wir am Anfang nicht wussten ist man braucht als Tourist ebenso wie die Sasibaris selber eine Permit, damit man auf der Straße fahren darf. Die Einheimischen brauchen diese jeden Tag! Neu und als Tourist bekommst du dieses beim entleihen mit dazu und gültig für eine Woche. Voraussetzung ist, dass ihr einen gültigen Führerschein und euren internationalen Führerschein dabei habt. Wir hatten eine 125er Vespa und das haben die Polizisten manchmal auch bemerkt und uns gesagt, dass wir die eigentlich nicht fahren dürfen. Dann wurde Schauspielreif überlegt wie man die Situation jetzt gut für uns lösen könnte. Die Antwort war dann: ,,do it the friendly way.’’ Der kostet so 500 – 10.000 Schilling. 20 Cent bis 4,-€. Ohne Permit kann das bei einer Rundreise auch mal schnell ins Geld gehen. Generell, wenn ihr definitiv alles richtig in den Unterlagen habt, einen Helm tragt und vorschriftsmäßig fahrt solltet ihr die Korruption dort nicht unterstützen und euch auch so durch setzten.

Butterfly Center Kokons so schön wie Christbaum Kugeln

Nicht weit vom Butterfly Center findet ihr den Jozani Forrest. Wir waren so begeistert, dass wir noch ein zweites mal eine 3 Stündige Tour gemacht haben. Der Eintritt beträgt ca. $15 für pro Person. Ihr bekommt einen Guide zur Verfügung gestellt der euch begleitet und euch zu den Pflanzen und Tieren interessante Sachen erzählt. Wir hatten sehr viel Spaß mit Haidar der auch noch ausgezeichnet fotografieren kann. Wenn ihr eine alte Spiegelreflexkamera habt, bringt ihm die mit, ihr würdet ihn sehr glücklich machen!!! Er war sehr nett und wirklich lustig. In dem Wald findet ihr die Red Monkeys und die Blue Monkeys die wirklich zusammen leben. Die Affen dürfen nicht gefüttert werden und sind somit auch nicht handzahm aber man kann sie wirklich ganz nah beobachten. Die lausen sich sogar gegenseitig. Der Wald ist wirklich atemberaubend schön und Märchenhaft. Wir haben Frösche gesehen die waren kleiner als ein Fingernagel, die sind wirklich niedlich. Es gibt dort viele Mangroven die zwischen den Inland Korallen wachsen und wie aus einem Film entsprungen aussehen.

Jozani Forrest
Jozani Forrest

Ihr könnt überall auf der Insel einen Fahrer und meist auch einen Guide buchen. Wir haben manchmal auch einfach die Locals entführt und diese dann einfach für eine Tour bezahlt. Sansibar tut viel für die Zukunft indem sie ihre Schüler ausbilden und ihnen zeigen wie man die Umwelt am besten schützt. Das Verständnis und Interesse die Umwelt zu schützen ist dort sehr groß, nur an der Umsetzung hapert es noch. Wir haben an einem Tag die Caves besucht das sind riesige unterirdische Öffnungen im Boden mit glasklarem Wasser in denen man auch Baden darf. Auf dem Weg wurde uns eine Kokosnuss frisch von der Palme gepflückt und wir wurden beim eintragen ins Dorfbuch in das Büro des Schuldirektors eingeladen. Die suchen dort händeringend Lehrer die gern Swahili lernen möchten und den Kindern Deutsch und Englisch beibringen können. Wenn ihr Interesse habt meldet euch bei Khamis Yussuf Kombo bei der Fukuchani sec. School p.p. Box 16 Mahonda auf Zanzibar. Wir wurden darum gebeten viel Werbung zu machen, wenn ihr mit ihm in Kontakt treten möchtet, meldet euch bei uns wir haben eine E-Mail Adresse und auch eine Telefonnummer. Die Kinder sind super lieb und wirklich sehr fleißig. Kamis ist der netteste Schuldirektor den wir bisher kennengelernt haben, also traut euch! Allgemein werden auf der Insel immer wieder Leute gesucht die Lust haben dort Sprachunterricht zu geben. Der Touristmus ist die größte Einnahmequelle für das Land und durch die Sprache ist es auch eine Chance für die Kinder später eine anerkannte Ausbildung oder ein Studium zu bekommen.

Indopazifische Buckeldelphine ganz nah!
Indopazifische Buckeldelphine ganz nah!

Es werden im Netz immer wieder Touren angeboten die ihr einfach persönlicher und schöner haben könnt indem ihr nicht auf die selben Inseln fahrt wie alle anderen. Ein weiteres tolles Erlebnis für uns war die Original Blue Safari Tour. Bei der fahrt ihr auf eine einsame Insel mit Locals die dort Holz sammeln und fischen und ihr seid einfach nur für euch. Wir haben Fisch gegrillt und auf offenem Feuer die köstlichen Afrikanischen Gerichte zubereitet. Im Süden sind Inseln die nicht bewohnt sind und auf denen absolut niemand außer uns war. Wir hatten besonders Glück und haben zwei Gruppen von Delfinen direkt am Strand entdeckt. Die haben dort über eine Stunde Futter gesucht und sich durch unser Schnorcheln nicht stören lassen. Die Unterwassergeräusche waren überwältigend. Für Touren dieser Art ist Meck von Matanga euer Mann. Das Coral Rock Hotel kann für euch den Kontakt her stellen, oder ihr schreibt uns einfach an und wir verbinden euch. Über ihn könnt ihr auch eine Spice Tour, Jozani Forest Tour, Dolphin Tour, Car Rental oder bickey rental buchen.

Mtoni Palace Ruins
Mtoni Palace Ruins

Wenn ihr zu einem Afrikanischen Abend entführt werden möchtet solltet ihr unbedingt die Mtoni Palace Ruins besuchen. Dort könnt ihr Abendessen und euch zu afrikanischem tanz und toller Musik den Tag ausklingen lassen. Anmelden könnt ihr euch unter oder unter der Telefonnummer +255782500011.

Chumbe Island
Chumbe Island

Wir haben uns durch eine Empfehlung dazu entschieden eigentlich noch Pemba zu erkunden. Das ist die zweite große Insel die zu Tanzania gehört. Allerdings war es mit der Zeit leider zu knapp. Die Insel ist durch eine sieben stündige Fahrt mit der Fähre von Stone Town für $35 zu erreichen oder mit dem Flugzeug für ca. $150. Pemba ist ähnlich wie Lombok in Indonesien noch sehr ursprünglich und sehr grün. Wenn wir wieder kommen werden wir uns das nicht entgehen lassen.

Chumbe Island
Chumbe Island

Wir haben uns dann für eine kleinere Insel etwas mehr in der Nähe entschieden und haben einen Tagesausflug nach Chumbe Island gebucht. Die Insel beherbergt nie mehr als 16 Personen zur selben Zeit und ist ein vielfach ausgezeichnetes Naturschutzprojekt. Eine deutsche hat sich Anfang der neunziger Jahre in diese Insel und ihr unfassbare Artenvielfalt verliebt und hat mit der Regierung ein abkommen geschlossen, dass die Insel unter Naturschutz steht. Das Korallenmeer vor Chumbe beherbergt 390 von 400 Korallenarten die überhaupt im indischen Ozean zu finden sind. Wir haben noch nie so viele verschiedene, intakte und riesige Korallen gesehen. Fische einfach überall. Wir haben uns nach kurzer Zeit in einem Barakudaschwarm und zwischen Zackenbarschen und unfassbar vielen Rochen wieder gefunden. Das absolute Paradis. Muscheln so groß wie Autorreifen und ein Meer aus Farben so weit das Auge reicht. Ihr habt auf der Insel eine wunderschöne Unterkunft mit Blick aufs Meer. Die Lodges können auch zur Übernachtung gebucht werden, dass ist allerdings nichts für den kleinen Geldbeutel. Die Insel wird komplett durch Solarstrom betrieben und verfügt über die coolsten Toiletten überhaupt. Es gibt Kompost Toiletten und eine Dusche zum frisch machen. Wir hatten ein wundervolles afrikanisches Essen mit allem was das Herz begehrte. Chumbe ist eine der wenigen kleinen Inseln im indischen Ozean auf denen man die großen Palmendiebe findet. Die können bis zu 5 kg wiegen und auch mal einen Meter groß werden. Der Palmendieb ist eine Krebsart die sich von eigentlich allem ernehrt vorzugsweise von Kokosnüssen. Eigentlich mein wahrgewordener Albtraum, weil Krebse die einzigen Tiere sind die ich nicht gern anfasse. Aber die sind einfach wie Dinosaurier. Wir haben alles abgesucht und haben die Kinder gefunden die aber auch schon 40cm hatten. Die Palmendiebe kommen leider erst in der Nacht raus, somit müssen wir noch mal wieder kommen. Wahhh Wahnsinn, haben immer noch Gänsehaut.

Fischmarkt Stown Town
Fischmarkt Stown Town

Stown town ist der einzig wirklich wuselige Platz der Insel. Es ist laut, sehr viele Menschen, aber wunderschön. Man kann gut Mitbringsel shoppen, toll essen und gut und günstig übernachten im Stown Town Cafe B & B zum Beispiel. Wir sind ganz früh Morgens los zum Fischmarkt und waren überwältigt von den vielen Eindrücken. Wir waren die einzigen Touris zwischen tausenden Sansibaris die lautstark verhandelten und dann ihren Fisch gleich einen Tisch weiter zerlegen ließen. Eine spannende und aufregende Erfahrung die wir am frühen Morgen aber nur mit starkem Magen empfehlen können. Man bekommt auch mal ne Schuppe ab ☺

Als Frau lege ich euch nahe, dass ihr euch Tücher mit nehmt die ihr auch mal schnell überwerfen könnt. Tansania ist teils sehr Muslimisch und das gehört einfach dazu. Ich finde es mehr als beschämend wenn ich Mädels mit Strings und Bikini Oberteil an einer verschleierten Frau in einen Laden laufen sehe. Am Strand war es kein Problem aber in der Stadt und auch in einigen Dörfern sollte man lange leichte Kleidung tragen. Schmuck und teure Geräte lasst einfach zu Hause. Die bracht ihr dort nicht und es ist meiner Meinung nach auch nicht so clever in einem Land in dem fünf Jährige bereits mit Macheten rum laufen zwei IPhones, Tablet und Mac mit zu nehmen. Aber das ist jedem selbst zu überlassen. Mein Handy hatte ich schon in Amsterdam zerlegt was das Beste war was passieren konnte.

Unsere absoluten Must-Sees im Überblick:

  • Turtle Sea Nungwi
  • Original Blue Safari Tour mit Mecky
  • Fahrrad ausleihen und am Strand die Ostküste hoch radeln
  • Essen überall
  • Übernachten im Zanzest und der Shootingstar Lodge
  • Mit der Vespa über die Insel düsen
  • Schnorchel Ausrüstung mit nehmen
  • Die Schmetterlinge besuchen
  • Zuckerrohrsaft probieren
  • Den Fischmarkt von Stone Town besuchen früh morgens
  • Einen Tag auf Chumbe Island buchen und die Palmendiebe suchen
  • Probieren auf eine Palme zu klettern
  • Den Jozani Forrest erkunden
  • Eine Schule besuchen
  • Locals treffen

Wir hoffen euch durch unsere Bilder und unsere beschriebenen Eindrücke ein wenig das Sansibargefühl mitgebracht zu haben. Wir kommen wieder!

In diesem Sinne lala salama

Madeleine & Benjamin

Lonelyplacebandits

We are Benjamin and Madeleine and we are Always hungry for new travel adventures. We are searching for the most beautiful lonelyplaces of the world. - Come with us and enjoy!
Love, Madeleine & Benjamin

We are social...

Follow us, if you like ;)

2019 © Lonelyplacebandits